Autor: mdg

Was macht eigentlich eine Diätologin?

Viele Menschen verbinden den Beruf der Diätologin mit „Ernährungsberatung“ – doch dahinter steckt weit mehr. Diätolog:innen sind in Österreich ein gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf, medizinisch ausgebildet und spezialisiert darauf, Ernährung therapeutisch einzusetzen. Ihre Arbeit ist wissenschaftlich fundiert, individuell abgestimmt und oft ein entscheidender Baustein für Gesundheit und Wohlbefinden.

Medizinische Ernährungstherapie

Eine Diätologin arbeitet nicht nur mit Menschen, die „gesünder essen“ möchten, sondern vor allem mit jenen, die aufgrund von Beschwerden oder Erkrankungen eine therapeutische Ernährungsanpassung benötigen. Dazu gehören unter anderem:

  • Diabetes mellitus
  • Magen‑Darm‑Erkrankungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Krebserkrankungen

Hier geht es nicht um allgemeine Tipps, sondern um medizinisch relevante Ernährung, die Beschwerden lindern, den Stoffwechsel stabilisieren und die Therapie unterstützen kann.

Anamnese: Die Basis jeder Beratung

Bevor eine Diätologin Empfehlungen ausspricht, führt sie eine ausführliche Anamnese durch. Dazu gehören:

  • medizinische Vorgeschichte
  • aktuelle Befunde und Laborwerte
  • Beschwerden
  • Ernährungsgewohnheiten
  • Lebensstil und Alltag

Erst wenn das Gesamtbild klar ist, können individuelle Ernährungsempfehlungen entstehen, der wirklich zu den Bedürfnissen der Person passen.

Individuelle Ernährungsstrategien

Diätolog:innen übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse in alltagstaugliche Lösungen. Das bedeutet:

  • passende Lebensmittel auswählen
  • Mahlzeiten strukturieren
  • Portionsgrößen einschätzen
  • Verdauung, Energie und Wohlbefinden verbessern
  • Ernährung an Therapieziele anpassen

Es geht nie um strenge Diäten, sondern um nachhaltige Veränderungen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen.

Schwerpunkt Frauengesundheit

Viele Diätolog:innen – wie auch Rebecca Hainy – spezialisieren sich zusätzlich auf Themen der Frauengesundheit, etwa:

  • Zyklus & Hormone
  • Kinderwunsch
  • Endometriose
  • PCOS
  • Hashimoto
  • Wechseljahre

Gerade in hormonell geprägten Lebensphasen kann Ernährung einen enormen Unterschied machen und Frauen spürbar entlasten.

Diagnostik: BIA-Messung & mehr

Diätolog:innen nutzen moderne Methoden wie die Bioelektrische Impedanzanalyse, um Muskelmasse, Fettanteil, Wasserverteilung und Zellgesundheit zu beurteilen. Diese Werte helfen, Fortschritte sichtbar zu machen und Therapieziele präzise zu steuern.

Zusammenarbeit mit Ärzt:innen

Da Diätolog:innen Teil der medizinischen Versorgung sind, arbeiten sie eng mit Ärzt:innen zusammen. Nach einer Ernährungstherapie wird ein Therapiebericht erstellt, der die Ergebnisse und Empfehlungen dokumentiert.

Fazit

Eine Diätologin ist weit mehr als eine Ernährungsberaterin. Sie ist medizinische Expertin für Ernährung, begleitet Menschen mit Beschwerden oder Erkrankungen, übersetzt komplexe Zusammenhänge verständlich und entwickelt individuelle Strategien für mehr Gesundheit im Alltag.

Das Mikrobiom – wie unsere inneren Mitbewohner unseren Körper formen

Kurz gesagt: Unser Darmmikrobiom ist ein unsichtbares, hochkomplexes Ökosystem aus Milliarden Mikroorganismen, das täglich beeinflusst, wie wir verdauen, wie unser Immunsystem reagiert, wie unser Stoffwechsel arbeitet – und sogar, wie wir uns fühlen.

Was ist das Mikrobiom?

Das Mikrobiom umfasst alle Mikroorganismen, die in und auf unserem Körper leben. Besonders im Darm tummeln sich unzählige Bakterien, Viren und Pilze, die gemeinsam ein fein abgestimmtes Netzwerk bilden. Dieses Netzwerk arbeitet nicht gegen uns, sondern für uns – vorausgesetzt, wir pflegen es gut.

Verdauung: Die Basis unserer Energie

Unsere Darmbakterien helfen uns, Nahrung zu verwerten, die wir selbst gar nicht vollständig aufschließen könnten. Sie:

  • zerlegen Ballaststoffe
  • produzieren kurzkettige Fettsäuren
  • unterstützen die Darmbewegung

Ein vielfältiges Mikrobiom sorgt dafür, dass wir Nährstoffe besser aufnehmen und die Verdauung insgesamt harmonischer abläuft.

Immunsystem: 70 % sitzen im Darm

Rund 70 % unseres Immunsystems befinden sich im Darm. Das Mikrobiom trainiert Immunzellen darin, zwischen harmlos und gefährlich zu unterscheiden. Ein ausgewogenes Mikrobiom:

  • stärkt die Abwehr
  • reduziert stille Entzündungen
  • schützt vor Infektionen

Ein Ungleichgewicht hingegen kann Allergien, Autoimmunerkrankungen oder chronische Beschwerden begünstigen.

Stoffwechsel: Einfluss auf Gewicht & Energie

Das Mikrobiom beeinflusst, wie effizient wir Energie aus Nahrung gewinnen. Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Darmflora und:

  • Gewichtsregulation
  • Insulinsensitivität
  • Fettstoffwechsel

Ein gesundes Mikrobiom unterstützt einen stabilen Stoffwechsel und kann beim Gewichtsmanagement eine entscheidende Rolle spielen.

Darm-Hirn-Achse: Stimmung & Stress

Unser Darm kommuniziert über Nervenbahnen und Botenstoffe direkt mit dem Gehirn. Manche Darmbakterien produzieren sogar Neurotransmitter wie Serotonin. Ein ausgewogenes Mikrobiom wirkt sich positiv auf:

  • Stimmung
  • Stressresilienz
  • Schlafqualität

Ein Ungleichgewicht kann hingegen Müdigkeit, Gereiztheit oder Stimmungsschwankungen verstärken.

 

Was bringt das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht?

  • stark verarbeitete Ernährung
  • häufige Antibiotika
  • chronischer Stress
  • Schlafmangel
  • Bewegungsmangel
  • Alkohol
  • Infektionen

Diese Faktoren können die Vielfalt der Darmflora reduzieren – und damit ihre positiven Effekte.

Wie du dein Mikrobiom stärken kannst

Eine darmfreundliche Ernährung ist der wichtigste Hebel:

  • Ballaststoffreiche Ernährung
  • fermentierte Lebensmittel (Joghurt, Kefir, Sauerkraut)
  • viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn
  • Stress reduzieren
  • ausreichend Schlaf
  • regelmäßige Bewegung
  • Antibiotika bewusst einsetzen

Schon kleine Veränderungen können das Mikrobiom innerhalb weniger Tage positiv beeinflussen.

Fazit

Unser Mikrobiom ist ein faszinierender Mitspieler unserer Gesundheit. Es beeinflusst Verdauung, Immunsystem, Stoffwechsel und sogar unsere Stimmung. Wer sein Mikrobiom pflegt, stärkt damit die eigene Gesundheit – jeden Tag.

Fokus Frauengesundheit

Weiterbildung gehört für mich als Diätologin ganz selbstverständlich zum Berufsalltag. Deshalb habe ich kürzlich eine umfassende Fortbildung mit dem Schwerpunkt Frauengesundheit abgeschlossen – ein Themenfeld, das mir besonders am Herzen liegt und in dem ich Frauen künftig noch gezielter begleiten möchte.

Meine Schwerpunkte in der Fortbildung

In den vergangenen Monaten habe ich mich intensiv mit jenen Bereichen beschäftigt, die Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen stark beeinflussen. Dazu zählen:

  • Zyklus & Hormone
  • Kinderwunsch
  • Endometriose
  • Hashimoto
  • Lipödem
  • PCOS
  • Wechseljahre

Diese Themen zeigen, wie komplex Frauengesundheit sein kann – und wie stark Ernährung dabei wirkt.

Warum Ernährung für Frauen so entscheidend ist

In hormonell geprägten Lebensphasen kann eine individuell abgestimmte Ernährung einen enormen Unterschied machen. Sie unterstützt:

  • Energie und Wohlbefinden
  • hormonelle Balance
  • Entzündungsregulation
  • Stoffwechsel und Gewicht
  • mentale Stärke

Viele Frauen erleben, dass Beschwerden wie Müdigkeit, Zyklusunregelmäßigkeiten, Verdauungsprobleme oder Stimmungsschwankungen durch gezielte Ernährungsanpassungen spürbar besser werden. Genau hier möchte ich ansetzen.

Mein Ziel: Frauen noch gezielter begleiten

Mit dem zusätzlichen Fachwissen kann ich Frauen künftig noch individueller unterstützen, mit fundierten, verständlichen Informationen und alltagstauglichen Empfehlungen. Mir ist wichtig, Zusammenhänge klar zu erklären und Wege aufzuzeigen, wie Ernährung zur eigenen Stärke werden kann.

Wie ist dein Körper zusammengesetzt

Die Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) gehört zu den spannendsten Methoden, wenn es darum geht, die Zusammensetzung des eigenen Körpers besser zu verstehen. Anders als eine klassische Waage zeigt sie nicht nur wie viel wir wiegen, sondern woraus dieses Gewicht besteht – also wie sich Muskelmasse, Fettanteil und Körperwasser verteilen.

Wie funktioniert eine BIA-Messung?

Bei einer BIA-Messung wird ein leichter, nicht spürbarer Wechselstrom durch den Körper geleitet. Verschiedene Gewebe reagieren unterschiedlich darauf:

  • Muskeln enthalten viel Wasser → leiten Strom sehr gut
  • Fettgewebe enthält wenig Wasser → leitet Strom schlechter
  • Zellmembranen erzeugen zusätzlichen Widerstand

Aus diesen Widerständen wird der sogenannte Impedanzwert berechnet. Dieser Wert erlaubt Rückschlüsse auf die Verteilung der Körperbestandteile und liefert ein erstaunlich präzises Bild der eigenen Körperzusammensetzung.

Was zeigt die BIA-Messung?

Eine hochwertige BIA-Messung liefert weit mehr als nur den Körperfettanteil. Sie zeigt unter anderem:

  • Muskelmasse (gesamt und segmental)
  • Fettanteil und viszerales Fett
  • Gesamtkörperwasser sowie intra- und extrazelluläre Verteilung
  • Phasenwinkel – ein wichtiger Marker für Zellgesundheit
  • Grundumsatz (Energieverbrauch in Ruhe)

Gerade der Phasenwinkel gewinnt in der modernen Ernährungsmedizin zunehmend an Bedeutung, da er Hinweise auf Regeneration, Entzündungen und den Ernährungszustand der Zellen gibt.

Für wen ist die BIA-Messung sinnvoll?

Die BIA ist ein wertvolles Werkzeug für viele Bereiche:

Therapiebegleitung

Sie hilft dabei, Veränderungen sichtbar zu machen, die eine Waage nicht zeigt – etwa Muskelabbau, Wasserverteilung oder Mangelernährung.

Nachhaltiges Gewichtsmanagement

Die BIA zeigt, ob ein Gewichtsverlust tatsächlich aus Fett besteht oder ob ungewollt Muskelmasse verloren geht.

Sportler:innen

Ob Profi oder Hobby: Die Messung unterstützt bei der Planung von Training und Ernährung, zeigt Fortschritte im Muskelaufbau und hilft, den Hydrationsstatus zu beurteilen.

Damit die Ergebnisse möglichst genau und vergleichbar sind, solltest du vor der Messung einige Punkte beachten:
  • 2–3 Stunden vorher nichts Schweres essen
  • Keine intensive körperliche Aktivität direkt davor
  • Ausreichend trinken – aber nicht unmittelbar vor der Messung
  • Möglichst immer zur gleichen Tageszeit messen
  • Kein Alkohol am Vortag
  • Schmuck und Metall ablegen

Diese Faktoren beeinflussen die Leitfähigkeit des Körpers und damit das Messergebnis.

 Fazit

Die Bioelektrische Impedanzanalyse ist ein modernes, wissenschaftlich fundiertes Verfahren, das weit über das klassische Körpergewicht hinausgeht. Sie zeigt, wie gesund unsere Zellen sind, wie sich Training und Ernährung auswirken und wo im Körper Veränderungen stattfinden. Damit ist sie ein wertvolles Instrument für Therapie, Gesundheitsvorsorge und sportliche Leistungsoptimierung.